Die Aufstellungsphase

Am 16. Juli wurde mit der Aufstellung des Panzerbataillons 13 in der Grenzlandkaserne in Flensburg begonnen. Es war das fünfte der Bundeswehr und in die Kampfgruppe B 6 eingegliedert, die wiederum der 3. Panzerdivision unterstellt war. 77 Panzer M 47 trafen für das neu aufgestellte Bataillon im Oktober 1956 auf dem Flensburger Bahnhof ein. Ein US-Kommando GTAG (German Training Assistance Group) leitete die Waffen- und Gerätaufbildung am KPz M 47. Das Personal des Bataillons kam überwiegend direkt aus dem Zivilleben, hatte aber größtenteils Kriegserfahrung. Erster Bataillonskommandeur wurde M Rettemaier. Die ersten grundwehrdienstleistenden Rekruten traten am 01. April 1957 ihren Dienst im Bataillon an.

In die Flensburger Zeit fielen vier bedeutende Übungsvorhaben des noch jungen Bataillons: Schießplatzaufenthalte in Putlos (03. bis 06. Dezember 1956) und in Bergen-Hohne (24. Februar bis 03. März 1957 und Sommer 1957) sowie die Marsch-Übung „Nordwind“ von Flensburg in den Raum Hamburg (09. bis 12. Oktober 1957) mit Kriegsbrücken-Übergang über die Schlei bei Missunde.

Die ersten drei Leutnante „aus eigener Zucht“ stießen im Frühsommer 1957 zum Bataillon: aus dem 1. OAJ werden die Leutnante Frankenstein, Helfritz und Storbeck zuversetzt. Siegfried Storbeck sollte es im Verlauf seiner Dienstzeit zum Generalleutnant und stellv. Generalinspekteur der Bundeswehr bringen.

Zu Beginn des Jahres 1958 wurden die ersten organisatorischen Maßnahmen für die Verlegung des Bataillons nach Boostedt eingeleitet. Erste Wohnungszuweisungen in Neumünster erfolgten. Am 17. März 1958 verlegte die 1. Kp als Vorauskommando auf die „Großbaustelle Boostedt“. Die Soldaten waren in Boostedt bald ins öffentliche Leben integriert, sie engagierten sich in den örtlichen Vereinen, und für viele wurde die Gemeinde zur Heimat.

Mitte des Jahres 1958 war das Bataillon seit seiner Aufstellung zum ersten Mal mit 721 Mann voll aufgefüllt. Im August des gleichen Jahres wurde in Schleswig-Holstein der Erntenotstand ausgerufen. 80 Soldaten des Bataillons wurden für den Ernteeinsatz bereitgestellt. Dieser Einsatz in der zivilmilitärischen Zusammenarbeit bestätigte in der Bevölkerung den positiven Eindruck von der Bundeswehr.

An der Herbstübung „Heckensprung“ der Kampfgruppe B 6 vom 15. bis zum 17. September 1958 nahm die 3. Kp noch mit Panzerattrappen teil.

Am 06. Dezember 1958 trat der erste Kommandeurwechsel ein: M Förster übernahm das Panzerbataillon 13 von OTL Rettemeier. Am 16. März 1959 wurde das Bataillon im Rahmen der Heeresstruktur 2 umgegliedert und in Panzerbataillon 183 umbenannt.

Mitten in die Verladung zum Schießplatzaufenthalt Bergen-Hohne am 22. August 1959 erreichte das Bataillon eine alarmierende Nachricht der Division: „Quarantäne!“ Die vorgesetzte Dienststelle reagierte damit auf zwei Typhusfälle, die vier Tage zuvor in der Kaserne aufgetreten sind. Für die Soldaten, die bis zum 11. September in der Kaserne bleiben mußten, wurde ein Programm zur Freizeitgestaltung zusammengestellt, das als „Boostedter Pestspielwochen“ in die Geschichte des Bataillons einging.

1960 bis 1969

Ausbildung zusammen mit den GTAG-Team (German Training Assistant Group) der US-Armee
Ausbildung zusammen mit den GTAG-Team (German Training Assistant Group) der US-Armee

Im Jahr 1960 besuchte neben vielen anderen Gästen am 03. März auch der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Kai-Uwe von Hassel das Panzerbataillon 183. Zwei Tage später wurde der Bataillonskommandeur, OTL Förster, mit einem Vorbeimarsch des Bataillons auf dem StOÜbPl verabschiedet. Als dritter Kommandeur folgte ihm M Schwalb. Unter seiner Führung nahm das Bataillon an verschiedenen Übungen der 6. Panzergrenadierdivision teil, darunter im August an „Hold Fast“, der bis dahin größten Übung der NATO mit 40000 Soldaten der Bundeswehr und alliierter Streitkräfte, u.a. Briten, Dänen, Kanadier, Belgier.

1961 wurde für Deutschland zu einem schweren Jahr: Der Bau der Mauer führte zu einer Verhärtung der Fronten zwischen Ost und West. Für das Panzerbataillon 183 begann eine Zeit verstärkter Ausbildung und Alarmbereitschaft. Dies sollte sich während der Kuba-Krise 1963 und des Einmarsches der Truppen des Warschauer-Paktes 1968 wiederholen. Unter dem Eindruck der Berlin Krise beschloß der Bundestag 1962 die Verlängerung des Grundwehrdienstes von 15 auf 18 Monate. Damit änderte sich im Bataillon der Ausbildungsrhythmus. Die Flutkatastrophe Anfang des Jahres verlangte von den Bataillonsangehörigen einen längeren Hilfseinsatz. Sieben Tage lang halfen Soldaten unseres Bataillons bei der Eindämmung der Wasserfluten im Bereich des Wesselburger Koogs. Es zeigte sich, daß die Bewältigung derartiger Katastrophen mit zivilen Mitteln allein nicht möglich war. Alle an der Fluthilfe beteiligten Soldaten erhielten als Auszeichnung die Flutmedaille.

Im Juli 1962 besuchte Verteidigunsminister Franz-Josef Strauß das Bataillon. Einen Monat später konnte Vizekanzler Erich Mende begrüßt werden.

Mit Major Wessel erhielt der Verband 1963 seinen vierten Kommandeur. Verschiedene Übungen sowie der Besuch des Chef des Generalstabes des italienischen Heeres, General Aloia, waren die Höhepunkte des Jahres. Erstmals wurden bei einer freilaufenden Übung Einheiten der verschiedenen NATO-Partner ausgetauscht. Bei der Gefechtsübung „Joint Ex Two“ tauschten PzBtl 183 und das dänische Livregiment jeweils eine Kompanie aus.

Bereits seit 1957 bestanden, aufgrund der regionalen Nähe, freundschaftliche Beziehungen zur Marine. Diese wurden im Oktober 1964 durch eine offizielle Partnerschaft des Bataillons mit dem 7. Schnellbootgeschwader in Kiel besiegelt. In Anwesenheit der Kommandeure, OTL Wessel für das Panzerbataillon und Korvettenkapitän Rieve für das Schnellbootgeschwader, vollzog sich die Patenschaftszeremonie in Boostedt.

Für alle Bataillone der Bundeswehr bildete die feierliche Übernahme der Truppenfahnen den Höhepunkt des Jahres 1965. Vom Inspekteur des Heeres, GenLt Ulrich de Maizière, erhielt die Abordnung des Bataillons in Münster, unter Führung des Bataillonskommandeurs OTL Wessel, die erste Truppenfahne. Begleitoffiziere waren Olt Delphs und Leutnant Detzner, Fahnenträger war Feldwebel Hamann.

Im Oktober erfolgt erneut ein Wechsel in der Bataillonsführung. M Möllmann erhielt am 18. Oktober das Kommando über das Panzerbataillon 183.

Einen Höhepunkt in der Panzerschießausbildung brachte das Jahr 1966 mit sich: Erstmals verlegte das Bataillon auf den seit 1961 von der Bundeswehr genutzten Schießplatz Castle Martin in Wales. Die Verlegung erfolgte mit einer Noratlas von Celle/Wietzenbruch nach Brawdy, einem kleinen Flugplatz in der Nähe von Castle Martin.

Krankheitsbedingt mußte M Möllmann die Führung des Bataillons im Mai 1966 an M Temme abgeben und trat seinen Dienst erst wieder im April 1967 an; er war bis April 1970 Kommandeur.

Der amerikanische KPz M 47 bildete seit der Aufstellung das Hauptwaffensystem des Bataillons. Anfang 1968 begann die Umrüstung auf den ebenfalls amerikanischen KPz M 48 A2. Bereits im März war die Umrüstung abgeschlossen.

Als Truppen des Warschauer-Paktes 1968 in der Tschechoslowakei einmarschierten, war auch die Bundeswehr betroffen: Die Alarmierung ging soweit, daß einige Einheiten bereits ihre GDP Stellung bezogen.

In Anbetracht dieser Spannungen stieg die Anzahl der Großübungen der Bundeswehr. An der Korpsgefechtsübung „Weser 68“ und der sich direkt anschließenden Brigadegefechtsübung „Wolfssprung“ nahm auch das Panzerbataillon 183 teil.

1970 bis 1979

KPz M47 in Gelände in Boostedt
KPz M47 in Gelände in Boostedt

Mit M Siegfried Storbeck übernahm am 1. Juli 1970 der erste nichtkriegsgediente Kommandeur das Bataillon. Schon oft kreuzten sich seine Wege mit dem Verband: Zugführer, S1/S2 Offizier und Kompaniechef waren seine Stationen beim  PzBtl 183.

12 Jahre nach dem Umzug des Bataillons nach Boostedt hatten sich freundschaftliche Bande mit den umliegenden Gemeinden gebildet. So schloß die 2. Kp am 10. April 1970 eine Patenschaft mit der Gemeinde Schmalfeld, am selben Tag schloß die 1. Kp ihrerseits eine Patenschaft mit der Gemeinde Trappenkamp. Ebenfalls 1970 informiert sich der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, Dr. Helmut Lemke, bei einem Truppenbesuch über Ausbildung und Ausrüstung.

Öffentlichkeitsarbeit war der Schwerpunkt des I. Quartals 1971. In der Lehrvorführung „Spitze Feder“ zeigte das Bataillon den verstärkten Panzerzug im Angriff sowie die Gefechtsfahrzeuge der Brigade vor einer Gruppe von Journalisten. Im September verlegte das Bataillon unter Führung des S3 Stabsoffiziers, M Weise, erneut nach Castle Martin. Anfang Oktober erhielt das Panzerbataillon 183 ein eigenes internes Verbandabzeichen. Im Einvernehmen mit der Gemeinde Boostedt wurde das Wappen nach einer Heraldikprüfung durch das Landesarchiv eingeführt.

Bereits am 24. März 1972 stand der nächste Kommandeurwechsel an. Für OTL Storbeck kam OTL Rempel. Gleich zweimal stand in diesem Jahr die „Spitze Feder“ auf dem Programm des Bataillons. Die erste Vorführung erfolgte vor Vertretern der Gesellschaft für Wehrkunde und Lehrern, die zweite vor Offizieren der französischen Führungsakademie. Im Juli verlegte 183 erneut per Lufttransport nach Castle Martin. Ein Schwelbrand in der elektrischen Anlage zwang die Maschine zur Landung in Elde bei Groningen. Der Flug wurde mit einer Ersatzmaschine fortgesetzt.

Die 4. Kompanie schloß kurz vor Jahresende, am 11. Dezember 1972, eine Patenschaft mit der Gemeinde Hohenwestedt.

Die zwischen Ost und West einsetzende Entspannung veranlaßte die Bundesregierung die Wehrpflicht von 18 auf  15 Monate zu verkürzen. Im Bataillon begann zum 01. April 1972 die neugeordnete Ausbildung.

Auch die Beziehungen zur dänischen Armee, die seit 1961 gepflegt werden, festigten sich. Im Februar 1974 wurden diese Bande bei einem ersten gemeinsamen Übungsplatzaufenthalt der 4./PzBtl 183 und der 3./Dronningens Livregiment in Langsee bei Schleswig vertieft. So nahm die 4. Kompanie an der deutsch-dänischen Gefechtsübung „Brigade Frost“ teil. Die Übung begann in Dänemark und endete als Landung „Grüne Robbe“ am Weissenhäuser Strand. Höhepunkt der Öffentlichkeitsarbeit 1974 war der Tag der Offenen Tür der Panzerbrigade 18 auf dem StOÜbPl Boostedt am 22. September. Dabei erlebten 25000 Besucher auf dem Hamwohrberg in einer dynamischen Waffenschau Gerät und Ausrüstung der Brigade.

Ende 1974 begann die Umrüstung auf den deutschen KPz Leopard 1, die im März 1975 abgeschlossen war. Damit erfuhr die Panzerbrigade 18 als erster Großverband der Division eine erhebliche Kampfwertsteigerung. Im November fand der erste Übungsplatzaufenthalt mit dem neuen Waffensystem statt.

Im Mai 1976 schloß die 3. Kp eine Patenschaft mit der Gemeinde Kaltenkirchen, am 08. Mai wurden die Patenschaftsurkunden feierlich überreicht. Im August verlegten Teile des Bataillons erstmals auf den kanadischen Übungsplatz Shilo. Mitte September feierte das Panzerbataillon sein 20jähriges Bestehen. Hoher militärischer Besuch besichtigte den Bataillonsgefechtsstand während der NATO-Übung „Bonded Item“. Der NATO-Oberbefehlshaber, US-General Alexander Haig, ließ sich vom BtlKdr in die Lage einweisen. Die 4. Kp besiegelte eine weitere Patenschaft: Mit einem Dänischen Verband, mit dem man schon oft geübt hatte. Am 16. Dezember 1976 tauschte die 4. Kp mit dem 3./I. Droningens Livregiment die Urkunden.

Die gute Einbindung in Land und Umgebung bewies die 850 Jahr-Feier der Stadt Neumünster im Juni 1977. Alle am Standort Neumünster und Boostedt stationierten Verbände wurden einbezogen. Das Bataillon stellte unter anderem Waffen und Gerät der Brigade vor. Im Juni besuchte der dänische Verteidigungsminister die Rantzau-Kaserne, und das Panzerbataillon 183 demonstrierte in einer Lehrvorführung den Kampf der verbundenen Waffen. Im Juli ließ sich der Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Andreas von Bülow, in Auftrag, Gliederung und Ausrüstung des Bataillons einweisen.

Im September beteiligte sich 183 an der Divisionsübung „Starker Büffel“. Der I. Zug der 2. Kompanie beendete für sich diese Übung bereits am Morgen des ersten Übungstages. Der Panzerzug saß so fest im Moor bei Norderstapel, daß sich auch zwei Bergepanzer festfuhren. Erst nachdem 20 Festmeter Holz und sieben Sätze Stahlbaustraße zu einer Spur von 350 Metern Länge mit einem Gesamtgewicht von 133 t verarbeitet waren, gelang die Bergung.

1978 verlegte das Bataillon abermals nach Shilo.

Am 1. September 1978 fand das erste öffentliche Gelöbnis des Bataillons in der Patengemeinde der 3. Kompanie, in Kaltenkirchen, statt.

Anfang Oktober 1978 wurde das Kommando über das Bataillon an OTL Schultze-Rhonhof übertragen.

Mit OTL Schultze-Rhonhof erlebte das Bataillon den strengen Winter 1978/79. Zur Jahreswende wurde in Schleswig-Holstein angesichts starker Schneestürme Katastrophenalarm ausgelöst. Am 29. Dezember erging der Befehl zu „Sturmvogel II“. Die 2. Kp rückte am 30. Dezember unter Führung des KpChefs H Schlottmann mit drei KPz und zwei BPz in Richtung Flensburg zur Einsatzleitung der Brigade 18 ab. Ab dem 31. Dezember wurden große Teile des Bataillons eingesetzt. Es erhielt den Auftrag, die Versorgung der in Not geratenen Bevölkerung sicherzustellen und eingeschneite Fahrzeuge zu bergen. Fast 14 Stunden dauerte in der Silvesternacht der Marsch über Rendsburg nach Schleswig, um dort Stromaggregate aufzunehmen. Der Katastropheneinsatz des Bataillons endete am 05. Januar 1979. Insgesamt waren 97 Soldaten im Schneeräumeinsatz und 34 leisteten zusätzlichen Bereitschaftsdienst im Standort. Im Februar wurde das Bataillon erneut für vier Tage im Raum Boostedt und in den Kreisen Plön und Segeberg sowie in Kiel zum Schneeräumen eingesetzt.

Ende April 1979 verlegte das Panzerbataillon 183 nach Bergen. Während der zwölf Tage waren die Biwakräume Tilsit I und Tilsit II die Heimat des Bataillons.

Am 09. September richtete die Panzerbrigade 18 erneut einen Tag der Offenen Tür aus, über 23000 Besucher strömten in die Rantzau-Kaserne

1980 bis 1989

Leo 1 A2 bei Geländefahrt (27.08.1983)
Leo 1 A2 bei Geländefahrt (27.08.1983)

1980 bot sich für Offiziere und Zugführer des Bataillons erstmals die Gelegenheit zur Einweisung in einen russischen KPz T-62. Sie flogen nach Grafenwöhr, wo die Amerikaner Fahrzeuge russischer Bauart besaßen.

Als ein Stück eigener Tradition empfing das Bataillons im Rahmen eines Großen Zapfenstreichs auf dem Marktplatz in Heide das Fahnenband des Landes Schleswig-Holstein.

Das Panzerbataillon 183 und 10 weitere Bataillone erhielten am 12. Juni 1980 das Fahnenband aus der Hand von Ministerpräsident Gerhard Stoltenberg als Dank für die Hilfe im während der Schneekatastrophe. Im Juni sahen ca. 1000 geladene Gäste in Bergen ein Schießen verbundener Waffen. Das mit der Durchführung beauftragte Panzerbataillon 183 stellte das Verteidigungsgefecht einer verstärkten PzKp mit Unterstützung durch Artillerie, Panzerabwehrhubschraubern und Luftwaffe dar. Im Oktober verließ OTL Schultze-Rhonhof auf den Tag genau nach zwei Jahren das Bataillon, sein Nachfolger wurde OTL Hake.

Für den neuen Kommandeur begann seine Dienstzeit im Panzerbataillon gleich mit einer Großübung. Die „Kühle Brise“ machte ihrem Namen alle Ehre. Langanhaltende Regenfälle und Kälte ließen sie zu einer echten Herausforderung für Mensch und Material werden.

1981 feierte das Bataillon sein 25jähriges Bestehen. Auch die ehemaligen Kommandeure GenLt Storbeck, O a.D. Rettemeier und OTL a.D. Möllmann reisten zur Festveranstaltung an. Nach einem feierlichen Appell am Vormittag erlebten die Gäste am Nachmittag eine Leistungsschau von Waffen und Gerät des Bataillons. Den Abschluß bildete ein gelungenes Feldbiwak mit buntem Programm.

Shilo war 1982 erneut Ausbildungshöhepunkt. Als Leitverband verlegte das Bataillon zusammen mit der 2./PzBtl 184 und dem PzAufklBtl 6 nach Kanada.

Im September führte das Bataillon vor 7000 Besuchern in der Patengemeinde der 1. Kompanie ein feierliches Gelöbnis mit ca. 1200 Soldaten aus den Standorten Boostedt, Bad Segeberg und Neumünster durch.

Im Mai 1983 endete die Zeit als BtlKdr für OTL Hake, der Nachfolger wurde OTL Thiemann.

Einen besonderen Ausbildungshöhepunkt erfuhr das Bataillon bei der Rückverlegung vom TrÜbPl Bergen im August 1983. Nach dem Eisenbahntransport bis Geesthacht fanden auf den Übungsplätzen Lanken und Wittenborn zusätzliche Übungseinlagen statt. Die 1. Kp setzte mit zivilen Fähren über die Elbe und erreichte über den Übungsplatz Kellinghusen den Heimatstandort Boostedt. Beim Bürgerbiwak der Brigade im Mai 1984 stellte das PzBtl 183 den etwa 10000 Gästen ein wiederum abwechslungsreiches Programm vor. Dem BrigKdr wurde auf der BK ein Bier serviert.

Im September befand sich das Bataillon bereits wieder auf dem TrÜbPl Bergen. Nach einem Marsch bis zur Elbe setzten die KPz mit Hilfe von Pionieren kriegsmäßig über den Fluß und marschierten anschließend nach Munster-Nord weiter.

Der nächste Kommandeurwechsel vollzog sich bereits im März 1985. OTL Rabe übernahm das Kommando von OTL Thiemann. Ausbildungshöhepunkt wurde wieder einmal der Aufenthalt in Castle Martin in Wales. Der Kommandierende General des I. Korps erschien dort am 13. August zur Dienstaufsicht und wurde in die Ausbildungs- und Schießvorhaben eingewiesen. Im Oktober besuchte eine Gruppe von Offizieren aus dem NATO-Komandobereich AFNORTH die Brigade. Panzerbataillon 183 erhielt den Auftrag, die Gefechtsfahrzeuge der Brigade in einer dynamischen Waffenschau vorzustellen. Im September nahm das Bataillon an der Heeresübung „Trutzige Sachsen“ teil. Die 4. Kp wurde dabei als Volltruppe dem PzGrenBtl 182 unterstellt.

Das Jahr 1986 begann für das Bataillon wiederum mit einem Aufenthalt  auf dem TrÜbPl Bergen. Diesmal sollte die neue Ausbildung TALISSI erprobt werden. Das Gerät ermöglichte die Simulation des Feuerkampfes. Ein Schießen verbundener Waffen beendete den Aufenthalt. Unter den zahlreichen Gästen befand sich auch der Bürgermeister von Boostedt, Sigfried Steffensen.

Die 2. und 3. Kp führten im April eine gemeinsame Übung mit der Marine durch. In völliger Dunkelheit verschifften die ersten Teile der Kompanien in Rendsburg-Lehbeck über die engen Bugrampen der Landungsboote. Nach dem Ausschleusen aus dem Nord-Ostsee-Kanal landeten die Panzer in der Eckernförder Bucht am Strand von Ludwigsburg. Seinen 30. Geburtstag beging das Bataillon am 20. und 21. Juni 1986. Der Geburtstag endete bei einem „Tag der Eltern und Patengemeinden“ mit einem bunten Programm. Im September fanden die alljährlichen Herbstmanöver statt. An der Übung „Bold Guard“ nahm das Bataillon mit unterschiedlichen Aufgaben teil.

OTL Götze übernahm das Kommando am 05. März 1987. Bereits im Februar ließ er sich von seinem Vorgänger OTL Rabe in Bergen in den Ausbildungsstand einweisen. Die Wehrpflicht der Bundeswehr wurde am 01. April 1987 30 Jahre alt. Stellvertretend für alle Wehrpflichtigen, die im Panzerbataillon 183 ihren Dienst geleistet haben, erhielten fünf Soldaten die Ehrennadel des Bataillons.

Auch 1987 verlegte das Bataillon nach Shilo, erstmals fand ein Bataillonsabend statt, an dem alle Soldaten bis spät in die Nacht bei gegrilltem Fleisch und Country-Musik gemeinsam feierten.

Eine der letzten Übungen in diesem Jahr war „Brisk Fray“, hier nahmen nur Bataillons- und Kompaniegefechtsstände teil.

„Eisiger Wind“ hieß die im März 1988 während des Aufenthalts auf dem TrÜbPl Bergen geplante Brigadegefechtsübung. Der Platz war jedoch völlig überflutet, so daß die Übung nicht stattfinden konnte.

Im August führte das Bataillon eine Mobilmachungsübung durch. Das Personal einer gesamten Panzerkompanie wurde einberufen. Vom KpChef bis zum Ladeschützen mußten die Reservisten alles in eigener Zuständigkeit organisieren. Die Reservisten nahmen diese Übung gerne an, da sie eigenverantwortlich handeln konnten und voll gefordert wurden. Sie übten unter anderem während der vom Bataillon geleiteten viertägigen Gefechtsübung „Triangel“ das Unterwasserfahren in Plön.

Ein feierliches Gelöbnis führte das Bataillon im September mit 300 Rekruten aus dem Bereich der Brigade in Gnutz durch. Etwa 1600 Zuschauer wohnten der Zeremonie bei. Das anschließende Biwak bei Musik des Heeresmusikkorps 6 und der Band der 9. US-Infanteriedivision wurde ein voller Erfolg.

Die offizielle Schließung der Patenschaft zwischen dem Panzerbataillon 183 und dem dänischen I. Panserbataljon  des Jütland Dragoner Regimentes setzte dem Jahr 1988 einen feierlichen Schluß.

1989 begann für das Bataillon mit dem Beschluß der Bundesregierung, den Wehrdienst von 15 auf 18 Monate zu verlängern. Dadurch änderten sich das Konzept der Ausbildung und der Auffüllrhythmus.

Mit der 1., 2. und 3. Kp verlegte das Bataillon im Februar auf  den Übungsplatz Bergen zur Teilnahme an der Brigadegefechtsübung „Feiner Goldsand“.

Gesellschaftlich bildete der 33. Geburtstag des Bataillons am 24. und 25. Juni mit Ball, Bataillonsbiwak und Appell den Höhepunkt des Jahres 1989.

Im August besuchte der Staatssekretär im Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein, Ekkehard Wienholtz, das Bataillon.

Im September übte 183 mit  2., 3. , 4.  sowie Teilen 1. Kp erneut auf dem kanadischen Übungsplatz Shilo.

1990 bis 1999

Alle Kompanien sind jetzt mit dem neuen Typ Leo 1A5 ausgerüstet (08.02.1991)
Alle Kompanien sind jetzt mit dem neuen Typ Leo 1A5 ausgerüstet (08.02.1991)

Die Bundeswehr sollte mit der friedlichen Revolution in der DDR und der Wiedervereinigung tiefgreifende Veränderungen erfahren. In den „Zwei plus Vier“-Verhandlungen wurde nicht nur die Wiedervereinigung beschlossen, sondern auch die Reduzierung der Friedensstärke der Bundeswehr auf 370000 Soldaten bis Ende 1994. Außerdem beschloß die Bundesregierung die Verkürzung der Wehrpflicht auf 12 Monate.

Das Jahr 1990 begann mit der Vereidigung von 600 Rekruten der PzBrig 18 HOLSTEIN in der Rantzau-Kaserne.

Im April erhielt das Bataillon Besuch aus Norwegen. 80 Offiziere der Stabsschulen des norwegischen Heeres, der Luftwaffe und der Marine erhielten auf dem StOÜbPl Boostedt in einer dynamischen Waffenschau einen Überblick über die Ausbildung und Ausrüstung im deutschen Heer. Im gleichen Monat feierte die 2. Kp ihre 20jährige Patenschaft mit der Gemeinde Schmalfeld.

Mit über 500 zivilen Gästen wurde das Bataillonsbiwak im Juni wiederum ein großer Erfolg.

Im September 1990 fiel die Entscheidung, das Panzerbataillon 183 zum Stammbataillon und das Panzerbataillon 184 zum Aufwuchsbataillon umzugliedern. Wenige Tage vor der Wiedervereinigung, am 25.09.1990, übernahm OTL Böhm das Kommando über das Panzerbataillon von OTL Götze.

Im Oktober 1990 begann die Umrüstung von Leopard 1 A2 auf Leopard 1 A5, sie dauerte bis Februar 1991.

Mit einem gesellschaftlichen Höhepunkt endete das Jahr 1990: Am 12. Dezember fand das erste regionale Treffen des Freundeskreises der Offiziere der Panzertruppe im Offizierheim der Rantzau-Kaserne statt. Der stellv. Generalinspekteur, GenLt Siegfried Storbeck, hielt vor ca. 130 geladenen Gästen einen Vortrag über die Zukunft der Bundeswehr. Generalleutnant Storbeck blieb dem Bataillon verbunden, seit er es 1972 als siebter Kommandeur verließ.

Der erste Schuß mit einem Leopard 1 A5 nördlich der Elbe brach im Februar auf dem Übungsplatz Putlos. Im März verlegte das Bataillon mit insgesamt vier Kompanien auf den TrÜbPl Bergen. Zum Abschluß des Aufenthaltes fand vom 22. bis 24. März 1991 die Brigadegefechtsübung „Feiner Sand“ statt, an der das Bataillon als Übungstruppe „Blau“ teilnahm.

Die Umgliederung in die neue Heeresstruktur 5 war zu dieser Zeit bereits in vollem Gange. Im September erhielt das Bataillon die „Arbeitshilfe Stamm/Aufwuchsbataillon“. Darin war die zukünftige Beziehung zwischen den Panzerbataillonen 183 und 184 festgelegt. Neu war die Vergrößerung des Bataillonsstabes und die Integration von Führern des Aufwuchsbataillons. Weiterhin erhielten alle Panzerbataillone eine 4. Panzerkompanie und einige Bataillone eine ULK, die durch die Neuordnung der Unteroffizierausbildung notwendig geworden war. Am 1. April war die neue Heeresstruktur eingenommen. Mit einem Appell wurde am 13. März das Kommando über das gekaderte PzBtl 184 von OTL Schweitzer an den Kommandeur PzBtl 183 übergeben. Damit übernahm 183 auch die 4./184 als 5./183 und die 3./184 als 6./183 (ULK), die KPz des Bataillons 184 wurden ebenfalls übergeben und von der 1./PzBtl 183 zur Langzeitlagerung vorbereitet.

Im Juni 1992 bedankten sich Brigade und Bataillon mit einem Großen Zapfenstreich bei der Gemeinde Boostedt für die langjährige Unterstützung.

Die veränderten politischen Gegebenheiten in Europa wurden nicht nur durch die Umstrukturierung der Bataillone in der Rantzau-Kaserne deutlich. Im Juli 1992 fand in Boostedt die erste Kontrolle im Rahmen der KSZE durch ein russisches Inspektorenteam statt.

Nach der Auflösung des PzArtBtl im August 1992 wurde OTL Böhm als Kommandeur PzBtl 183 auch Kasernenkommandant. Im gleichen Monat war das Bataillon für die Vorbereitung der Kommandeurtagung der 6. PzGrenDiv in der OHG der Rantzau-Kaserne zuständig. Am 26. und 27. August 1992 tagten dort die Bataillonskommandeure der Division.

Gesellschaftliche Höhepunkte bildeten 1992 der vom Bataillon ausgerichtete Standortball im Oktober und das 2. regionale Treffen des Freundeskreises der Offiziere der Panzertruppe. Oberst i.G. Kuhlow vom Führungsstab des Heeres referierte über das Thema: „Ausbildung im Heer der Einheit“. Den Abschluß des Jahres bildete der Besuch des CINCNORTH General Sir Gerry Johnson. Ausbildungshöhepunkt 1992 war die am 28. Oktober für Teilnehmer der HTW durchgeführte dynamische Waffenschau.

 

Im März 1993 war das Bataillon Ziel einer KSE-Inspektorengruppe. Unter der Leitung eines polnischen Oberstleutnants waren fünf polnische, ein tschechischer, ein ungarischer und ein weißrussischer Stabsoffizier Mitglieder der Gruppe.

Am 24.März 1993 übergab OTL Böhm das Kommando über das Bataillon an OTL Schweitzer.

Im Juli 1993 verlegte das Bataillon erneut nach Shilo. Zusammen mit Kompanien des PzGrenBtl 182 und einer Batterie des PzArtBtl 515 übten die 4., 5. und Teile der 1. Kp drei Wochen auf dem kanadischen Übungsplatz. Es sollte das letzte Mal werden, daß das PzBtl 183 dort übte, der Platz wurde auf das Waffensystem Leopard 2 umgestellt.

Auch 1993 erhielt das Bataillon Besuch von politischer Prominenz: Am 8. September informierte sich die Landtagspräsidentin des Landes Schleswig-Holstein, Ute Erdsiek-Rave über Aufgaben und Ausbildung im Panzerbataillon 183.

Das III. Quartal brachte erneut Veränderungen in den Strukturen des Bataillons sowie in der Materialwirtschaft mit sich. Mit Beginn des Quartals griff zur Kosteneinsparung nun die „Eingeschränkte Nutzung von Großgerät“. Mit Einführung dieses Konzeptes wurden 25 Prozent der KPz des Bataillons langzeitgelagert.

Während dieser Umstellung erhielt das Bataillon Anfang Dezember 1993 den Befehl, ab II. Quartal 1994 an einem Truppenversuch „StOSanZ“ teilzunehmen. Das bedeutete für das Bataillon die Ausgliederung der SanGrp ab April 1994. Damit war das Bataillon ohne eigenen Truppenarzt.

Abschluß eines ereignisreichen Jahres bildete ein Aufenthalt in Bergen. Höhepunkt war ein „Schießen verbundener Waffen“ mit der 5. Kp. Eine Besonderheit war die erstmalig durchgeführte Truppenwehrübung 1, bei der eine ganze Kp Reservisten auf dem TrÜbPl Bergen geübt hat. Da es Anfang 1994 gleich wieder nach Bergen ging, sparte man Transportkosten und brachte die KPz in einer Kaserne in Munster unter. Kurz vor Weihnachten kehrten die Soldaten nach Boostedt zurück.

Am 25. April erhielt das Bataillon einen neuen Kommandeur. OTL Schweitzer hatte das Bataillon ein Jahr und einen Monat geführt und übergab an OTL Wienbreier.

Das „StOSanZ 107 – Truppenversuch“ wurde eine eigene Dienststelle, logistische Unterstützung im Bereich Instandsetzung, Versorgung und Lehrgangsbeschickung des Sanitätspersonals leistete jedoch weiterhin das PzBtl 183.

Ebenfalls im April vollzog sich in der Rantzau-Kaserne eine weitere Änderung: Um die Fahrschulausbildung zu zentralisieren, wurde das Kraftfahrausbildungszentrum Boostedt in Dienst gestellt. Es setzte sich aus den ehemaligen Fahrschulgruppen Neumünster I, Neumünster II, Bad Segeberg und Boostedt zusammen. Leiter des KfAusbZ Boostedt wurde Olt Kühtz.

Der dänische General Grüner besuchte in seiner Funktion als COMLANDJUT am 04. 1994 das Bataillon. Er gewann in der Grundausbildung bei der 2. Kp sowie bei der VSA der 5. Kp einen positiven Eindruck über die Ausbildung im Bataillon

Das III. Quartal brachte eine Ausbildungspremiere mit sich: Erstmals führte die PzBrig 18 HOLSTEIN an einem Septemberwochenende auf dem TrÜbPl Bergen die Gefechtsrahmenübung „Schneller Hecht“ durch.

Nach der Rückkehr vom Übungsplatz fand am 23. September das Oktoberfest des PzBtl 183 statt. Über 200 zivile Gäste zeigten durch ihren Besuch ihre Verbundenheit zum Btl.

 

Das Jahr 1995 brachte der Bundeswehr zwei Herausforderungen. Die erste resultierte aus dem Krieg in Bosnien-Herzegowina. Ab August leistete ein Kontingent Sanitäter, Sanitätshilfe für die Truppenkontingente der Mitgliedsländer der VN. Nach dem Friedensvertrag von Dayton und dem Mandat der VN an die NATO leistete ein deutsches Kontingent Friedenssicherung und Aufbauarbeit in dem vom Krieg verwüsteten Land.

Unter dem deutschen Kontingent IFOR waren auch zwei Soldaten aus dem PzBtl 183.

Die zweite Herausforderung war die Verkürzung des Wehrdienstes auf zehn Monate. Es konnte nicht mehr so umfassend ausgebildet werden, dennoch muß das Ausgebildete beherrscht werden. Tiefe statt Breite war seitdem das Motto.

Die Bundeswehr wurde erneut verkleinert, von 370000 auf 340000 Soldaten. In der Rantzau-Kaserne wurde der Stab des NschRgt 6 und die PzJgKp 180 aufgelöst.

Mit diesen Vorgaben begann das Jahr 1995. Insgesamt standen über 60 Übungsplatztage auf dem Ausbildungsprogramm.

Erstmals schoß die 2. Kp auf dem TrÜbPl Klietz. Im Januar, Mai, Oktober verlegte das Bataillon auf die verschiedenen Übungsplätze. Höhepunkt war dabei die im Oktober 1995 in Bergen unter Leitung der PzBrig 18 HOLSTEIN durchgeführte deutsch-dänische Übung „Compact Heath“. Eine Woche lang übten ca. 1200 deutsche und dänische Soldaten.

Ein weitere Ausbildungshöhepunkt war die Anfang September durchgeführte Divisionsrahmenübung „Starker Büffel“. Die Übung fand im Raum südlich Oldenburg/Oldbg. statt. Während des Aufenthaltes erkundeten der S2 und der S6 Offizier 14 Standorte für den Bataillonsgefechtsstand auf Bauernhöfen. Nach der Rückkehr fielen alle erkundeten Höfe mit Schweinezucht – acht an der Zahl – aus, da sich zu diesem Zeitpunkt die Schweinepest ausbreitete.

Aus Anlaß des 50. Jahrestages der Beendigung des Zweiten Weltkrieges in Europa reiste das Offizierkorps nach Berlin und zu den Seelower Höhen.

Im Oktober 1995 wechselte der Brigadekommandeur, von O Atzinger ging das Kommando auf O Trull über. Am 06. Dezember traf sich der Freundeskreis der Offiziere der PzTr erneut zum regionalen Treffen in der Rantzau-Kaserne.

Der Besuch des Bundesministers der Verteidigung Volker Rühe am 12. Dezember 1995 war der Höhepunkt des Jahres. Zusammen mit ca. 45 Journalisten landete er am mit zwei CH 53. Ein Programm führte den Minister durch die Kaserne um verschiedene Ausbildungsabschnitte vorzustellen. So zeigte die 3. Kp unter der Leitung Einblicke in WuG-Ausbildung am Turmtrainer, die 6. Kp zeigte Ausschnitte aus der Unteroffizierausbildung, außerdem wurde das Freizeitzentrum vorgestellt. Den Abschluß bildete eine Gesprächsrunde zwischen dem Minister und Soldaten aller Dienstgradgruppen.

Vom 16. bis zum 22. Februar 1996 nahm das Bataillon an der Stabs- und Rahmenübung „Heinrich der Löwe“ der PzBrig 18 HOLSTEIN teil. Diese Übung fand erstmals in Form einer CAX (Computer Assisted Exercise) statt.

Am 31. Mai 1996 wurde das PzBtl 183 40 Jahre alt. Anläßlich dieses Jubiläums traten die Soldaten zum Appell an. Die Festansprache hielt GenLt a.D. Storbeck. Im Anschluß an den Appell fand ein Bataillonsbiwak statt. Die Soldaten des Btl feierten im Kreise von fast 1000 Gästen bis weit in die Nacht hinein.

Am 01. Juni 1996 veranstaltete des PzBtl 183 einen „Tag der offenen Tür“. Über 10000 Besucher nutzten die Gelegenheit, einen Eindruck vom Bataillon zu bekommen. Neben einer stationären Waffenschau und der Ausstellung des Materials der StOV wurde den Besuchern eine Vorführung des FJgDstKdo und eine dynamische Waffenschau geboten. Auch das Angebot, auf KPz mitzufahren fand großen Zuspruch.

Teile der 5. Kp wurden vom 17. Juni bis zum 03. August 1996 zum JgBtl 581 nach Hammelburg zur Durchführung der VN-Vorausbildung des 3. GECONSFOR kommandiert. Neben der Abstellung von Personal wurde auch mit Material unterstützt.

Vom 26. bis zum 27. August 1996 führte die Brigade unter der Leitung von O Trull eine Geländebesprechung mit dem Thema „Das PzBtl im Angriff“ im Raum Hildesheim durch.

Die PzBrig 18 HOLSTEIN nahm vom 09. bis zum 20. September 1996 mit dem BrigGefStd an der CAX „Schwarzer Adler“ des IV. Korps teil. Das PzBtl unterstützte mit Personal und Material.

Am 18. September wurde Bischof Dr. Hartmut Löwe aus Bonn im Btl begrüßt. Während des Besuches nutzte der evangelische Militärbischof die Gelegenheit, sich am Turmtrainer in die Waffenanlage des Leopard 1 A5 einweisen zu lassen.

Eine militärhistorische Exkursion führte das OffzKorps des Btl vom 07. bis 08. Oktober 1996 in den Norden von Schleswig-Holstein. Im Mittelpunkt stand die Erhebung von 1848 und der Krieg von 1864.

Vom 14. bis zum 18. Oktober 1996 führte das Btl eine SIRA-Übung in Munster durch. Das Bataillon übte dort das Gefecht der verbundenen Waffen im Angriff, in der Verteidigung und in der Verzögerung.

Die 6. PzGrenDiv verlegte vom 24. Januar bis zum 07. Februar 1997 zum letzten Mal unter der Führung von GenMaj Dietrich auf den Übungsplatz Bergen. Mit 3000 Soldaten, 800 Radfahrzeugen und etwa 100 Panzern waren die Truppen der Division aus zwölf Standorten angerückt, um an dem letzten großen Übungsplatzaufenthalt der 6. PzGrenDiv teilzunehmen. 183 nahm mit der 1., 2. und 3. Kp teil.

Am 04. März 1997 besuchte der KG IV. Korps, GenLt Spiering das Btl, er erhielt einen LVU und führte anschließend Dienstaufsicht bei der 2. und 6. Kp.

Zum zweiten Mal nahm, vom 11. April bis zum 17. April 1997, das Btl and der CAX „Heinrich der Löwe“ teil. Unter anderem besuchte der stellv. Inspekteur des Heeres die Übung.

Am 22. Mai wurde die ULK des Btl aufgelöst.

Die 3. Kp und Tle 1. Kp nahmen an einer Übung im GÜZ vom 26. Mai bis zum 06. Juni 1997 teil.

Am 30. Juli 1997 führte die 4. Kp eine dynamische Waffenschau statt, in der das Großgerät der PzBrig 18 HOLSTEIN vorgestellt wurde.

Im Rahmen der Oderflut bildete das PzBtl 183 vom 24. Juli bis zum 29. August 1997 einen Teil des Einsatzverbandes HOLSTEIN I – III. Am 04. September fand anläßlich des Hochwassereinsatzes ein Brigadeappell in der Rantzau-Kaserne statt., O Trull würdigte dabei die Leistungen der beteiligten Soldaten.

Das Btl verlegte vom 07. November bis zum 14. November 1997 mit der 2. und Tle 1. Kp, sowie mit Reservisten der 5./PzBtl 184 auf den Übungsplatz Bergen, das Btl nannte in der Zeit den Übungsraum Küstrin sein Heim.

Am 05. Dezember 1997 wurde das Kommando über das Bataillon durch O Trull auf OTL Beckmann übertragen, im Anschluß an den Appell marschierte das Btl an den Kommandeuren vorbei.

Der Divisionskommandeur und spätere Generalinspekteur GenMaj von Kirchbach besuchte am 19. Dezember 1997 das Btl und führte nach einem LVU Gesprächsrunden mit Offizieren und Unteroffizieren.

Zu Beginn des neuen Jahres, vom 17. Januar bis zum 30. Januar 1998, verlegte die 5. Kp auf den TrÜbPl Klietz und bewies sich dort im Rahmen einer 72 Stunden-Übung.

Vom 22. Januar bis zum 13. März verlegten erneut Tle des PzBtl 183, die 2. und 3. Kp, nach Hammelburg um dort unter Leitung des JgBtl 1 die Ausbildung für das 5. GECONSFOR an zwei Stationen durchzuführen.

MdB Beer besuchte am 11. März 1998 das Btl. Nach einem Vortrag und gemeinsamem Mittagessen führte sie Gespräche mit Soldaten verschiedener Dienstgradgruppen.

Vom 16. März bis zum 17. April 1998 stand wieder einmal eine TMP an, die Hälfte der KPz und der Radfahrzeuge des Btl mußten sich der Prüfung stellen. Nahezu alle Soldaten des Btl waren für diesen Zeitraum in der Prüfung gebunden, die Mühe lohnte sich und es gelang, ein hervorragendes Ergebnis zu erzielen.

Der Kommandeur der 14. PzGrenDiv HANSE GenMaj Riechmann besuchte das Bataillon am 31. März 1998.

Das Bataillon führte am 23. April ein Gelöbnis mit Rekruten der 5. Kp und Rekruten der PzBrig 18 HOLSTEIN in der Rantzau-Kaserne durch. Über 1200 Eltern und Angehörige der Soldaten waren an diesem Tag Gäste.

Das Bataillon verlegte im Rahmen der Brigade vom 15. bis zum 30. Mai mit allen Kpn auf den TrÜbPl Bergen um Schieß- und Übungsvorhaben durchzuführen. Das Bataillon wurde durchgehend gefechtsmäßig geführt.

Am 11. Juni gelobten Rekruten des PzBtl 183 in der Rantzau-Kaserne, der außenpolitische Sprecher der SPD Karsten Voigt war zugegen und hielt eine Rede.

Vom 05. bis 28. Februar 1999 verlegte das Bataillon auf den 750 km entfernten Übungsplatz Münsingen und bildete dort im Rahmen der OP „Joint Guarantor“, unterstützt durch die 2./StFmBtl 801 aus Neubrandenburg, den KFOR 1 Einsatzverband, bestehend aus Stab und Stabskompanie PzBrig 12 und PzGrenBtl 112 aus.

Das Btl wurde im Rahmen der PzBrig 18 HOLSTEIN auch mit der Ausbildung des KFOR 2 Einsatzverbandes auf den Übungsplätzen Bergen und Munster vom 25. Mai bis zum 26. Juni 1999 beauftragt. Diese Ausbildung wurde von einer Vielzahl hoher Besucher aus dem militärischen und zivilen Umfeld besucht, unter anderem von einer Delegation Hamburger Generalkonsule.

Am 11. September 1999 feierte die PzBrig 18 HOLSTEIN ihr 40-jähriges Bestehen. Das Panzerbataillon 183 zeichnete verantwortlich für die zentrale Organisation des Tages der Offenen Tür. Ein vielseitiges Programm aller Verbände und Einheiten der Brigade und bestes Wetter trugen dazu bei, daß etwa 18.000 interessierte Gäste die Veranstaltung besuchten.

Die Übergabe der PzBrig 18 HOLSTEIN von BrigGen Christian Trull an O Bernd Kiesheyer wurde in der Rantzau-Kaserne am 24. September durchgeführt.

Am 19. November übergab OTL Hermann Beckmann das Kommando über das PzBtl 183 an OTL Dr. Manuel Schulz. Anschließend verließ er das Bataillon durch ein Spalier seiner angetretenen Soldaten.

Die „OPERATION EVALUATION PROGRAMME“ (OEP) Überprüfung des Bataillons vom 08. Dezember erfolgte unter den Augen von NATO-Offizieren. Dabei wurde der sehr gute Ausbildungsstand eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Vom 09. bis zum 21. Dezember verlegte das Bataillon auf den TrÜbPl Bergen. Die 4. Kompanie führte ein Biwak mit einer Grundausbildung durch, 2. und 3. Kompanie schossen die Übungen des Panzerschießens Stufe 1 und 2. Zum ersten Mal wurden sämtliche Übungen und alle Pz-Schießen vom Kampfpanzer aus geleitet. Das Ausbildungskonzept der Verzahnung von Ausbildung und Sicherung wurde in allen Lagen vorangetrieben. Während des Übungsplatzes besuchten der Divisionskommandeur  14. PzGrenDiv HANSE GenMaj Riechmann und der stv. InspH GenLt Trost das Bataillon.

2000 bis 2008

Der Leo 2A4 wird im PzBtl 183 eingeführt.
Der Leo 2A4 wird im PzBtl 183 eingeführt.

Die Kampfpanzer der 3., 4., und 5. Kompanie sowie Teile der 1. Kompanie wurden im Rahmen der Technischen Materialprüfung (TMP) vom 07. Februar 2000 bis zum 03. März 2000 überprüft. Mit einem Ergebnis von nur 1.26 Fehlern pro Fahrzeug und einer 100prozentigen Einsatzbereitschaft am Ende der TMP erzielte das Panzerbataillon ein hervorragendes Ergebnis.

Der Divisionskommandeur 14. PzGrenDiv HANSE GenMaj Riechmann besuchte am 16. Februar das Bataillon. Er wurde in die Ausbildungsschwerpunkte und Ausbildungsvorhaben des Bataillons eingewiesen.

Vom 10. bis zum 21. März 2000 nahm die 2. Kompanie am RÜZ-Durchgang teil.

Das gesamte Panzerbataillon übte vom 24. bis zum 31. März 2000, auf dem TrÜbPl BERGEN, die 5. Kompanie führte dabei eine 72-Stunden-Übung durch.

Direkt aus dem Übungsplatz-Aufenthalt heraus fand vom 02. bis zum 04. April 2000 die Brigaderahmenübung „Holsteiner Dragoner“ statt, unter anderem mit einem Kettenmarsch über 70 km nach Nienburg und Gewässerübergang über die Aller mit Hilfe einer Kriegsbrücke. Im Anschluß  verlegten die Kampfpanzer mit E-Transporten und die Radfahrzeuge im Landmarsch nach Boostedt zurück. Das Führerpersonal des Bataillons verlegte im Landmarsch in den Raum Glinde und Ostholstein zur Erkundung, während die OPZ und andere Führungsfahrzeuge im E-Transport folgten.

Die 2. Kompanie verlegte am 05. April 2000 in das Gefechtsübungszentrum Altmark (GÜZ). Während der Übung bis zum 13. April, gegen eine Leopard 2 Kompanie, wies die Kompanie ihre Feldverwendungsfähigkeit eindrucksvoll nach.

Der Landtagspräsident von Schleswig-Holstein, Heinz-Werner Arens, besuchte das Panzerbataillon 183 am 03. Mai 2000 und lernte Soldaten der 5. Kompanie bei einer Ausbildungsübung „Der verstärkte Panzerzug im Kampf um Engen und Sperren“ kennen. Bei den Soldaten der 4. Kompanie informierte er sich über die Sanitätsausbildung und er nahm am Handwaffenschießen teil.

Vom 08. bis zum 12. Mai 2000 führte das Bataillon eine SIRA-Übung im SIRA-Stützpunkt Munster durch.

Das gesamte Bataillon verlegte vom  18. bis zum 27. Mai 2000 auf den TrÜbPl Bergen. Im Rahmen einer 72 Stunden-Übung wurde die 3. Kompanie überprüft. Das Bataillon führte als eines der ersten Bataillone der Bundeswehr ein Boxenschießen in eigener Regie im Schießübungsraum Süd mit der 3. und 4. Kompanie durch.

Die 2. Kompanie nahm am 31. Mai 2000 am öffentlichen Gelöbnis in Todesfelde teil.

14 Schüler/innen der Grund- und Hauptschule Boostedt informierten sich vom 11. bis zum 14. Juli 2000 im Rahmen der Projektwoche über die Bundeswehr und den Alltag der Soldaten. Auf dem Programm stand unter anderem  Panzerfahren, Hindernisbahn, Ausbildungsgerät Schießsimulator Hand- und Panzerabwehrwaffen (AGSHP) und Grillen.

Am 03. August besuchten Schüler einer internationalen Jugendaustausches des Gemeinde Boostedt das Bataillon.

Die Einplaner der Kreiswehrersatzämter aus Schleswig-Holstein besuchten am 17. August 2000 das Panzerbataillon. Sie informierten sich über die Ausbildung am Beispiel „Der verstärkte Panzerzug in der Gefechtsaufklärung“ der 4. Kompanie.

Am 14. September 2000 nahm das Bataillon am Sternmarsch der Brigade zum Übungsplatz nach Kaltenkirchen teil.

Vom 15. September bis zum 24. September 2000 durchlief Hptm Samir Al-Sajagi während seines Truppenpraktikums die einzelnen Stabsabteilungen sowie die Kampfkompanien und nahm an Führungsübungen teil.

Im Rahmen des Gelöbnisverbundes HOLSTEIN am 03. Oktober 2000 gelobten Rekruten der 2. und 4. Kompanie anläßlich des 10. Jahrestages der deutschen Einheit vor einem breiten Publikum auf dem Großflecken in Neumünster, daß sie der Bundesrepublik Deutschland treu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer verteidigen werden. Die Festrede hielt der Innenminister des Landes Schleswig-Holstein Klaus Buß.

Das Bataillon nahm vom 13. bis zum 20. Oktober 2000 mit Teilen des Führungspersonals an der Divisionsrahmenübung „Stolzer Adler“ in Eggesin zusammen mit Soldaten aus Dänemark und Polen teil.

Am 30. Oktober 2000 informierte Frau Angelika Beer, MdB und Mitglied des Verteidigungsausschusses der Fraktion der Grünen im Bundestag, sich über Aufgaben und Herausforderungen der Bataillonslogistik.

Der Befehlshaber WBK I Küste, Admiral Leder, informierte sich am 17. November 2000 über Ausbildung und Ausbildungsmöglichkeiten beim Panzerbataillon. Dabei besuchte er die 5. Kompanie bei ihrer Ausbildungsübung „Der verstärkte Panzerzug als Spitzenzug“.

Das Bataillon führte am 11. November 2000 einen Tag der Reservisten durch.

Eine Schülergruppe der Integrierten Gesamtschule aus Schlutup besuchte am 05. und 06. Dezember 2000 das Bataillon.

Die 5. Kompanie übte am 07. Dezember 2000 auf dem TrÜbPl Altengrabow. Dabei wurden Zug- und Kompaniegefechtsschießen durchgeführt.

Die militärhistorischen Sammlung im Rantzau-Haus wurde am 17. Februar 2001 eröffnet. Das Thema der Sammlung ist die Geschichte des Standortes Neumünster – Boostedt. Bei dieser Sammlung handelte es sich um die zweite Sammlung in der Bundeswehr überhaupt und die erste im Heer. Die militärhistorische Sammlung begründete sich auf die neue Weisung Traditionspflege im Heer vom Dezember 1999.

Teile des Bataillons übten vom 10 Februar bis zum 23. Februar 2001 auf dem Truppenübungsplatz  Jägerbrück. Die 2. Kompanie führte dabei das Panzerschießen der Stufe 1 und 2, die 4. Kompanie das AGA Biwak durch.

Im Februar/März stellten die 2. und 3. Kompanie Ausbilder und Darstellungspersonal für die standortgebundene Vorausbildung des SFOR-Kontingentes beim Panzergrenadierbataillon 182 in Bad Segeberg.

Am 16. März 2001 stellte sich die 5. Kompanie einer 72-Stunden-Übung mit Themenbereichen des erweiterten Aufgabenspektrums der Bundeswehr. Dabei wurden im Raum Boostedt TrÜbPl Kaltenkirchen, Wüstenei und Wittenborn Konvois gesichert, illegale Checkpoints geräumt und internationale Grenzverläufe überwacht.

Die 3. Kompanie führte vom 01. bis zum 06. April 2001 die Ergänzungsausbildung für das SFOR-Kontingent der Brigade auf dem Standortübungsplatz Boostedt durch.

Anläßlich der 800 Fahr-Feier am 19. April 2001 der Gemeinde Boostedt fand das öffentliche Gelöbnis von Rekruten auf dem Dorfplatz vor dem historischen Hof Lübbe statt.

Vom 09. April bis zum 10. Mai 2001 unterstützte das PzBtl 183 bei der Truppenausbildung des SFOR-Kontingentes die PzBrig 18 HOLSTEIN auf dem TrÜbPl in Klietz.

Das Panzerbataillon war verantwortlich für das Standortkonzert in Boostedt am 08. Mai. Im Rahmen der Veranstaltung  vor dem Hof Lübbe fand ein Feldgottesdienst und die Verabschiedung der Einheiten und Verbände der 14. Panzergrenadierdivision HANSE aus Schleswig-Holstein  in den Einsatz durch den Kommandeur 14. PzGrenDiv HANSE GenMaj Wolfgang Korte und den Wirtschaftsminister des Landes Schleswig-Holstein Dr. Bernd Rohwer statt.  Das Standortkonzert wurde erstmalig als Platzkonzert unter freiem Himmel durchgeführt.

Am 22. Mai 2001 übergab OTL Dr. Manuel Schulz das Bataillon an OTL Torsten Gersdorf.

Am 06. Dezember 2001 führte das Panzerbataillon das Gelöbnis im Rahmen des Gelöbnisverbandes HOLSTEIN durch. Rund 300 Rekruten vom Panzergrenadierbataillon 182, vom Panzerbataillon 183 und vom Panzerartilleriebataillon 515 gelobten vor annähernd 700 Gästen in der Rantzau-Kaserne der Bundesrepublik Deutschland ihre Treue. Der Brigadekommandeur Oberst Korff hielt die Gelöbnisrede.

Die 2. Kompanie erhielt am 13. Dezember einen neuen Chef. Hauptmann Michael Schneider gab die Führung an Oberleutnant Christian Schöning ab, der bis zu dem Zeitpunkt Zugführer in der 4. Kompanie war.

Im Laufe des Dezembers kehrten nach sechs Monaten alle Kameraden, die im SFOR-Einsatz Dienst geleistet hatten, wohlbehalten und gesund nach Deutschland zurück. Der letzte betrat am 18. Dezember 2001 heimischen Boden.

Hilfe beim Elbehochwasser 2002 im Raum BOIZENBURG
Hilfe beim Elbehochwasser 2002 im Raum BOIZENBURG

Der Einstieg in das Jahr 2002 war mit einem freudigen Ereignis verbunden: Das Bataillon begann mit der Umrüstung auf das neue Waffensystem, dem Leopard 2 A4.

Am 14. Januar 2002 wurde der erste Panzer dieses Typs unter Anwesenheit des Bataillonskommandeurs OTL Gersdorf, des S3 Offz H Conrad, des TSt0ffz Maj Lange und des Kompanieführers der 5. Kompanie OLt Freundlich in der Rantzau-Kaserne an die 5. Kompanie übergeben. Freudestrahlend fuhr H Conrad (eigentlich KpChef der 5. Kp) den Panzer in den T-Bereich. Diese Umrüstung stellte zwar eine Herausforderung dar, war für das Bataillon aber nichts grundlegend neues: Seit der ersten Ausstattung mit Kampfpanzern 1956, damals M47, der Umrüstung auf M48 im Jahr 1968 und dem Wechsel auf Leopard 1 sechs Jahre später, 1974, erlebte der Verband nun die dritte Umrüstung. Damit war das Panzerbataillon 183, als eines der ältesten der Bundeswehr, eines der Verbände, die alle Panzermodelle des deutschen Heeres bis zum Leopard 2 A4 im Einsatz hatte.

Am 25. Januar 2002 fand zu Ehren derer, die von Mai bis November/Dezember im SFOR-Einsatz Dienst geleistet hatten, ein Appell statt. Der Brigadekommandeur O Korff und der Bataillonskommandeur OTL Gersdorf hießen sie willkommen. Die 38 Soldaten, darunter acht Offiziere, dreizehn Unteroffiziere mit Portepee, sechs Unteroffiziere ohne Portepee und elf Mannschaften, leisteten im Stab des Deutschen Heereskontingents, in der Stabs- und Versorgungskompanie und als Einsatzkräfte des 3. SFOR-Kontingentes im ehemaligen JUGOSLAWIEN ihren verantwortungs-vollen Dienst. Gleichzeitig wurde bei diesem Appell der Leopard 2 A4 symbolisch in seinem neuen Standort „willkommen geheißen“.

Am 01. Februar 2002 wurde im KSE-Gebäude G 12 die „Lernwerkstatt Streitkräfte in der Demokratie“ eröffnet, die Besuchern bis zum 17. Februar die Möglichkeit gab, sich über den Aufbau und die Tradition der Bundeswehr zu informieren.

Am 13.02.02 findet die erste Rantzau-Runde des Jahres in der OHG/UHG der Rantzau-Kaserne statt. Dabei wird der zurückliegende SFOR-Einsatz des Bataillons thematisiert.

Die 5. Kompanie schließt auf dem TrÜbPl ALTENGRABOW im Zeitraum vom 15.02.02 – 06.03.02 ihre Schießausbildung ab und stellt ihre Feldverwendungsfähigkeit in einer 72 h – Übung unter Beweis.

Im Zeitraum vom 16.03.02 – 20.03.02 bereitete sich das Bataillon unter Führung des Bataillonskommandeurs im SIRA-Stützpunkt in BRANDENBURG auf den Übungsdurchgang 02/03 im GefÜbZ HEER in der ALTMARK vor.

Als Mittel der Imagewerbung wurde im Zeitraum vom 08.04.02 bis 01.10.02 in 5 Bundesländern die Ausstellung „Unser Heer“ durchgeführt. Das Panzerbataillon 183 unterstützte dieses Vorhaben im Rahmen der Brigade im Zeitraum vom 08.04.02 – 25.06.02.

Die 2. Kompanie schließt auf dem TrÜbPl OBERLAUSITZ im Zeitraum vom 14.04.02 – 29.04.02 ihre Schießausbildung ab und stellt ihre Feldverwendungsfähigkeit in einer 72 h – Übung unter Beweis.

Am 14.06.02 übergibt der Bataillonskommandeur das Kommando der 5. Kompanie von Hptm Conrad an OLt Mombour.

Am 15.07.02 besucht MdB Herr Helmut Lamp (CDU) das Bataillon. Nach einem Lagevortrag nimmt er an der Waffen- und Geräteausbildung der 5. Kompanie teil. Die 4. Kompanie bereitet sich auf dem TrÜbPl BERGEN im Zeitraum vom 02.08.02 – 16.08.02 auf den anschließend geplanten Durchgang im RegÜbZ NORD vor.

451 Rekruten aus den Standorten BOOSTEDT und BAD SEGEBERG legen in der Rantzau-Kaserne am 08.08.02 im Beisein von fast 2000 Gästen, darunter der Landtagspräsident, Herr Hans-Werner Ahrens, das Feierliche Gelöbnis ab.

Aufgrund des Jahrhunderthochwassers an der ELBE wird das Panzerbataillon 183 zur Sicherung der Deichanlagen im Raum BOIZENBURG eingesetzt. Am 16.08.02 wurden alle verfügbaren Einheiten – die 3. Kompanie befand sich noch im Jahresurlaub und die 4. Kompanie auf dem Übungsplatz BERGEN – in Bereitschaft versetzt. Am 17.08.02 und 18.08.02 verlegten erste Kräfte, darunter fast die gesamte Stabs- und Versorgungskompanie zur Erkundung und zum Herstellen der Führungsbereitschaft in den Einsatzraum BOIZENBURG. Nachdem am frühen Montagmorgen für den Landkreis LUDWIGSLUST der Katastrophenalarm ausgerufen wurde, folgten noch am selben Tag die Rekruteneinheiten, die 2. und die 5. Kompanie, sowie die vom Übungsplatzaufenthalt zurückgekehrte 4. Kompanie in den Einsatzraum. Die sich zuspitzende Lage erforderte zudem den Einsatz der 3. Kompanie, die ihren Urlaub abbrechend am 21.08.02 das Bataillon komplettierte.

Nachdem aufgrund fallender Wasserstände die Gefahr der Überflutung ab dem 25.08.02 gebannt war, wurden im Zeitraum vom 26.08.02 bis zum 30.08.02 die Kräfte sukzessive herausgelöst. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung fand am 25.08.02 ein Antreten der am Einsatz beteiligten Einheiten statt. In ihren Reden bedankten sich Vertreter des Landes MECKLENBURG-VORPOMMERN, des Landkreises und der Stadt BOIZENBURG bei den Soldaten für ihren selbstlosen Einsatz.

Am 23.10.2002 fand in der Rantzau-Kaserne in Boostedt unter der Leitung des technischen Einsatzleiters der Rantzau-Kaserne Herrn Thomas Frank (FFw LATENDORF) eine Alarmeinsatzübung statt. Beübt wurden die Freiwilligen Feuerwehren aus BOOSTEDT, BRAAK, LATENDORF, GROßENASPE und HEIDMÜHLEN, Rettungskräfte aus Neumünster, eine Schnelle Einsatzgruppe des Katastrophenschutzes NEUMÜNSTER, sowie die Soldaten des Standortsanitätszentrums BOOSTEDT. Ziel der Übung war die Verbesserung der zivil-militärischen Zusammenarbeit bei einem Großbrand in der Rantzau-Kaserne.

Um 18.25 h ereignete sich in der Rantzau-Kaserne eine laute Detonation. Simuliert wurde eine Gasexplosion in einer Instandsetzungshalle. Mehrere der sich im Gebäude aufhaltenden Soldaten und zivilen Mitarbeiter, dargestellt von Rekruten der 2. Kompanie des Panzerbataillons 183 und Jugendlichen des Malteser Hilfsdienstes, sollten als Verletzte, gerettet und versorgt werden. Dichter Qualm in den Hallen, weitere Explosionen und meterhohe Stichflammen auf dem Dach des Gebäudes wurden täuschend echt dargestellt. Unter den kritischen Augen des Amtwehrführers Herrn Gerd Lüthje bargen und retteten die Einsatzkräfte die verletzten Personen. Um 20.10 h waren insgesamt 34 Verletzte geborgen und in umliegende Kliniken verbracht. Alle Brandherde konnten erfolgreich bekämpft und das Übergreifen auf andere Gebäude verhindert werden.

Das traditionelle Offz / Uffz – Biwak des Bataillons fand bei schönem Herbstwetter unter großer Anteilnahme am 12.09.02 in der OHG der Kaserne statt. Es wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.

Am 19.09.02 führte das Bataillon erstmals zusammen mit der Gemeinde Boostedt die Rantzau-Runde durch. Zahlreiche Besucher insbesondere aus der Gemeinde nutzen die Gelegenheit, sich über das Bataillon zu informieren und die Fähigkeiten des in der Auflösung befindlichen Instandsetzungszuges des Bataillons zu bewundern.

Am 09.10.02 veranstaltete das Panzerbataillon 183 zum ersten Mal den sogenannten „Rantzau-Lauf“. Insgesamt 63 Teilnehmer, Soldaten aus verschiedenen Standorten, Bedienstete des BGS, der Polizei sowie Bürger und Bürgerinnen der Gemeinde konnten ihre Kräfte auf der 10,3 Kilometer langen Laufstrecke messen.

Zeitgleich besuchte der Inspizient der Unteroffizierausbildung O Harnack das Bataillon und ließ sich über den Stand der Ausbildung informieren.

Eine Schulklasse aus NIEBÜLL besuchte am 11.10.02 das Bataillon. Insbesondere der Schießsimulator für Handwaffen weckte bei den Schülern Interesse, so dass sich einige entschlossen, ein Praktikum im Standort durchführen zu wollen.

Das Bataillon unterstützte im Zeitraum vom 21.10.02 – 29.11.02 mit 23 Soldaten, hauptsächlich Führungspersonal, den Feldversuch „Führungsunterstützung Großverband“. Neuentwickelte Kommunikationstechnik wurde erfolgreich getestet.

Die 4. und 5. Kompanie unterstützen das gekaderte Panzerbataillon 184 bei der Durchführung des Tages der Reservisten am 02.11.02. Die Reservisten ließen sich insbesondere in das für sie neue Gewehr G 36 einweisen.

Eine Schulklasse aus BOOSTEDT besuchte am 07.11.02 das Bataillon. Wiederrum sorgte der Schießsimulator für Handwaffen für Aufsehen.

Im Zeitraum vom 09.12.02 – 13.12.02 bereitete sich das Bataillon unter Führung des Bataillonskommandeurs im SIRA-Stützpunkt in BRANDENBURG auf den Übungsdurchgang 02/03 im GefÜbZ HEER in der ALTMARK vor.

Beim Jahresabschlussantreten wird der Spieß der 3. Kompanie, SFw Ullrich verabschiedet. Neuer Spieß in der Dritten wird HFw Mönnich.

Das Panzerbataillon nimmt mit einigen Soldaten, darunter dem BtlKdr, als Führer der Leitungstruppe Rot, im Zeitraum vom 06.01.03 – 6.02.03 an der Korpsrahmenübung CRYSTAL EAGLE 1/03 teil.

Am 10.01.03 entbindet der BtlKdr den KpChef der 1. Kompanie, Major Engelhardt, im Rahmen eines Bataillonsappelle von seinem Kommando und übergibt das Kommando an den neuen Kompaniechef, Major Wellbrock.

Im traditionellen Rahmen der „Rantzau-Runde“ informiert der stv. Kdr des InstBtl 6, Maj Ahrens, am 15.01.03 die zahlreich erschienenen Gäste über das neue Materialerhaltungskonzept der Bundeswehr.

Die 5. Kompanie verlegte im Zeitraum vom 25.01.03 – 07.02.03 auf den TrÜbPl KLIETZ. Dort erwarben die Richt- und Ladeschützen ihre ATN. Zudem bereitete sich die Kompanie intensiv auf den bevorstehenden Durchgang 02/03 im Gefechtsübungszentrum des Heeres vor.

Als vorläufiger Höhepunkt des Jahres 2003 nahm das Bataillon vom 18.02.03 – 03.03.03 als Leitverband am Übungs-durchgang 02/03 im Gefechtsübungszentrum des Heeres in der ALTMARK teil. Als Besonderheit galt dabei die Truppeneinteilung. Demnach unterstanden dem Bataillon unter Führung des BtlKdr neben zwei Panzer-grenadierkompanien vom PzGrenBtl 182 aus SEGEBERG, einer Panzergrenadierkompanie vom PzGrenBtl 401 aus HAGENOW und lediglich die 5. Kompanie als „eigene“ Kompanie. In der angeleiteten Übung wurde zunächst auf Zug- und Kompanieebene die Gefechtsarten Angriff und Verteidigung geübt. Das Bataillon übte anschließend in einer 72-Stunden Übung einen Angriff mit anschließender zeitlich begrenzter Verteidigung im Angriffsziel.

Im Rahmen eines Bataillonsappells am 27.03.2003 übergab der BtlKdr das Kommando über die 4. Kompanie von Hptm Rist an Hptm Mombour. Nach dreijähriger Führung der Kompanie wurde Hptm Rist an die Gruppe Weiterentwicklung nach MUNSTER versetzt. Hptm Mombour führte zuvor die 5. Kompanie, die zeitgleich zum Ende des 1. Quartals aufgelöst wurde.

Im Zeitraum vom 21. – 30.04.2003 verlegten die 2. und die 3. Kompanie auf den TrÜbPl BERGEN, um dort ihre Schießvorhaben zu absolvieren. Aufgrund der Absage der Teilnahme der 2. Kompanie an einem im Mai 2003 geplanten Übungsdurchgang am Gefechtsübungszentrum war dieser Aufenthalt für die Kompanie zugleich der Ausbildungshöhepunkt des Jahres. Um so mehr freute es die Kompanie, dass der BtlKdr, OTL Gersdorf, im Rahmen der Schießausbildung dort seinem letzten Schuss mit einem Kampfpanzer seines Bataillons abgab.

Der IRAK-Krieg und die damit verbundene Zusage Deutschlands, US-Einrichtungen durch Bundeswehrsoldaten zu bewachen, hatten beginnend im Mai 2003 Auswirkungen auf Vorhaben des Bataillons. So begann die 2. Kompanie am 08.05.2003 mit der Bewachung von Einrichtungen in HANAU. In der folgenden Zeit beteiligte sich das Bataillon im Rahmen der Brigade meist im wöchentlichen Wechsel an der Bewachung von US-Einrichtungen in HANAU, KITZINGEN, GRÜNSTADT, KAISERSLAUTERN und aktuell in DARMSTADT.

Teile der 1. Kompanie, sowie die 3. Kompanie mit Großgerät nahmen vom 09.05.03 – 16.05.03 an TrÜbPl-Aufenthalt der Brigade in GRAFENWÖHR teil. Höhepunkt dieses Aufenthaltes war ein Kompaniegefechtsschießen der verbundenen Waffen am 15. und 16.05.2003. Mit Unterstützung eines Grenadierzuges und eines Mörserzuges führte die 3. Kompanie dieses Schießen unter der Leitung des Bataillons mit Erfolg durch.

Am 04.06.03 informierten sich vorwiegend ausländische Militärattaches im rahmen ihrer Ausbildung bei der Brigade. Das Bataillon hatte den Auftrag diese in den Leopard 2 A4 und in die Ausbildungseinrichtungen eines Panzerbataillons einzuweisen.

Im Rahmen eines Übergabeappells wechselte am 05.06.03 das Kommando über das Panzerbataillon 183 von OTL Gersdorf an OTL Düwel. Zahlreiche Gäste aus dem Umfeld des Bataillons nahmen daran teil. OTL Gersdorf wechselte in den Stab der 14. Panzergrenadierdivision HANSE nach NEUBRANDENBURG. Als Generalstabsoffizier war OTL Düwel zuvor beim Bundesministerium der Verteidigung tätig.

Im Zeitraum vom 13.06.03 – 23.06.03 nahm das Bataillon an der Vorbereitung und Durchführung der Brigaderahmenübung „Holsteiner Dragoner 2003“ teil. Während die 1. Kompanie vorwiegend mit dem Gefechtsstand und die 4. Kompanie, ihren Schießplatzaufenthalt unterbrechend, mit Volltruppe und Großgerät teilnahm, stellte die 2. Kompanie lediglich den Kompaniegefechtsstand.

Im Anschluss an diese Übung stellte die 4. Kompanie ihr Können bei einem Übungsdurchgang am Regionalen Übungszentrum in MUNSTER unter Beweis.

Der S3 Stabsoffizier des Bataillons, OTL Armster, wechselte zum 01.07.03 in den Stab der 14. Panzergrenadierdivision HANSE. Sein Nachfolger Major Fleckenstein wird erst zum 01.11.03 seinen Dienst antreten.

Am 13.08.03 übergab der BtlKdr im Rahmen eines Bataillonsappell das Kommando der 2. Kompanie von Hptm Schöning an Hptm Käsbauer. Hptm Schöning wechselte als Gruppenleiter an die Universität der Bundeswehr in Hamburg. Als Planungsoffizier an der Panzertruppenschule in Munster war Hptm Käsbauer zuvor tätig.

Ab dem III. Quartals begann das Bataillon, die Soldaten für den im ersten Halbjahr 2004 geplanten ISAF-Einsatz auszubilden. Neben der 3. Kompanie, die als Einsatzkompanie nach AFGHANISTAN geht, nehmen weitere Soldaten aus der 1. Kompanie und aus dem Stab des Bataillons an diesem Einsatz teil. Die 3. Kompanie begann die Ausbildung im August 2003 mit der Grundlagenausbildung. Ausbildungshöhepunkt war dabei ein Übungsplatzaufenthalt in PUTLOS vom 08.09.03 – 12.09.03.

Im Dezember erhielten die 4./- und später die 2./- den Auftrag zur Bewachung von US-Einrichtungen in Darmstadt.

Das Jahr 2004 sollte sehr ereignisreich werden. Zu Beginn war dies geprägt durch den anstehenden Einsatz ISAF in Afghanistan. Die Stellenlisten zu besetzten war das erste Hindernis. Im Frühsommer 2003 konnten die ersten Soldaten in die Fahrschulen  geschickt werden, um Kenntnisse auf FUCHS, DINGO und WIESEL zu erlangen. Weitere Ausbildungen wie Sanität, Waffen- und Einsatzgrundsatzausbildungen folgten. Der Abflug in den Einsatz erfolgte am 13. Januar 2004. Zahlreiche Attentate auf Soldaten anderer Nationen in Kabul verdeutlichen den Kameraden vor Ort die Gefahrensituation des Landes.

Während ein Teil des Bataillons im Einsatz ist, führen die 2./- und 4./ Kompanie Grundausbildung und Ausbildung durch. Mit auf dem Programm steht auch ein Aufenthalt auf dem dänischen Übungsplatz OKSBÖL, sowie ab dem 3. Mai ein Durchgang im RÜZ.

Am 4. September 2004 wurde anlässlich des 45-jährigen Bestehens des Bataillons ein Tag der offenen Tür in der Rantzau-Kaserne durchgeführt, an dem mehr als 15.000 Besucher teilnahmen.

Der Veränderung der Sicherheitslage macht mal wieder eine weitere Transformation der Streitkräfte nötig und diese resultierte in der Auflösung mehrerer Panzerbataillone. Am 02.11.2004 verkündete der damalige Bundesminister der Verteidigung, dass das Panzerbataillon 183 mitsamt der Panzerbrigade 18 und ihrer Verbände aufgelöst wird. Diese Maßnahme sollte bis Ende 2008 angeschlossen sein.

Für das Panzerbataillon 183 bedeutete es die Auflösung zum 31.03.2007. Davor war noch ein volles Aufgabenbuch abzuarbeiten, so dass keine Zeit für aufkommende Gefühle war.

Ende November bestritt das Bataillon den GÜZ Durchgang 14/04, bevor zu Beginn des Jahres 2005 wieder die Bewachung von US-Liegenschaften anstand. Am 02. Februar besuchte der Generalinspekteur der Bundeswehr den Standort Boostedt, gefolgt am 09. Februar vom Generalinspekteur des Heeres.

Ein weiterer RÜZ-Durchgang wurde in der Zeit vom 04. bis 12. April erfolgreich durchgeführt. In Hinblick auf die bevorstehende Auflösung, lag vor dem Bataillon im ersten Halbjahr 2006 noch ein Auslandseinsatz als ORF im Kosovo.

Daher wurde der Truppenübungsplatzaufenthalt ab dem 6. Juni in Bergen der letzte mit Kampfpanzern. Eingebunden in eine Übung war von jeder Kompanie ein Panzer, besetzt mit Kp-Chef, Spieß und Kp-TrpFhr, eingesetzt. Um 13:30 Uhr brach der letzte Schuss, abgefeuert durch den Kommandeur vor 30 Gästen des Bataillons. Fortan brauchte das Bataillon kein Großgerät mehr, sondern übte die infanteristischen Tugenden für seinen Einsatz im Kosovo.

Am 23.06. wurde das Bataillon von OTL Düwel an OTL Hüttel übergeben. Die einzelnen Kompanien waren bereits stark mit der Abgabe der Leopard 2 beschäftigt.

Die 4. Kompanie stellte am 27. Juni eine Ehrenkompanie, da GenMaj Trull im Heereführungskommando nun als Leiter eingesetzt wurde und er auf den Einsatz seines alten Bataillons setzte, statt auf das Wachbataillon. Er wurde nicht enttäuscht.

Im Frühsommer 2005 wurde begonnen, den Einsatzverband, bestehend aus PzBtl 183, PzGrenBtl 182 und PzArtBtl 1515 aufzustellen. Am 24. November wurde das ORF Bataillon in Dienst gestellt. 

Am 11. Mai landete der letzte Flug aus dem Kosovo in Hamburg und der Einsatz war damit beendet.

Am 20. September 2005 fand im Garten der OHG der Auflösungsappell des Bataillons statt. Knapp 400 Gäste verfolgten das Ende des letzten Panzerbataillons aus Schleswig-Holstein. GenLt a.D. Storbeck hielt die Abschlussrede. Der Kommandeur rollte die Flagge ein, die anschließend nach Munster ins Ausbildungszentrum -ehemals Kampftruppenschule- gebracht wurde.

Mit Ablauf des 31. März 2007 war das Panzerbataillon 183 Geschichte, nach 51 Jahren wechselvoller Geschichte.