Chronik

Die Wurzeln des Panzerbataillons 184 liegen bei seinem Vorgänger, dem Panzerjägerbataillon 3, welches, am 3. September 1956 in Neumünster im Dienst gestellt wird. Nach drei erfolgreichen Aufbaujahren wird das Panzerjägerbataillon 3 mit der Einnahme der Heeresstruktur 2 im Jahre 1959 zum Panzerbataillon 184 umgegliedert. Gleichzeitig mit dem Panzerbataillon 184 entstehen die 6. Panzergrenadierdivision und die Panzerbrigade 18. Nach Abschluss der Umrüstung des Bataillons auf den Kampfpanzer M 47, wird die Gelegenheit genutzt, sich der Bevölkerung, anlässlich eines Tages der offenen Tür in der Scholtz-Kaserne als das Neumünster Hausbataillon zu präsentieren.

Patenschaft mit Ahrensböck (1973, Günter Thees)
Patenschaft mit Ahrensböck (1973, Günter Thees)

Nach der Teilnahme an mehreren großen NATO-Übungen zu Beginn der 60er-Jahre, besteht der Verband einen Einsatz zur Bekämpfung der Sturmflutkatastrophe in der Wilstermarsch und auf der Halbinsel Eiderstedt vom 17. bis 23. Februar 1962 mit Bravour. Von 21. Juni bis 12. Juli 1966 übt das Bataillon erstmals auf dem Truppenübungsplatz Castle Martin in Wales.

Bereits 1968 beginnt die Umrüstung des Verbandes auf den damals modernen Kampfpanzer M 48 A2. Der Wunsch des Bataillons nach einem eigenen Verbandsabzeichen erfüllte sich 1975, dem Jahr, in dem die Umrüstung auf den Kampfpanzer Leopard 1 A2 beginnt.  Seit 1976 übt der Verband auf dem Truppenübungsplatz Shilo in Kanada. Für seine Leistungen bei der Bekämpfung der Schneekatastrophe 1978/79 wird das Bataillon vom Ministerpräsidenten Stoltenberg mit dem Fahnenband des Landes ausgezeichnet. 1983 verlegte der Verband im Tausch mit dem Nachschubbataillon 6 in die Rantzau-Kaserne noch Boostedt.

 

1992 - Letzter Kommandeurswechsel
1992 - Letzter Kommandeurswechsel

Mit der Wiedervereinigung Deutschlands geht auch die Geschichte des aktiven Panzerbataillons 184 zu Ende. Bis 1992 soll die Auflösung erfolgen und anschließend eine Stamm-Aufwuchs-Beziehung mit dem aktiv bleibenden Panzerbataillon 183 aufgebaut werden. Trotz der Auflösungsentscheidung erfolgt 1991 noch die Aufrüstung auf den Kampfpanzer Leopard 1A5.

Mit der Übergabe der Truppenfahne an das Panzerbataillon 183 von Oberstleutnant Schweitzer, dem letzten aktiven Bataillonskommandeur, endet am 13. März 1992 die aktive Geschichte des Panzerbataillons 184.

 

Der fortan aus Reservisten bestehende Verband hat eine hohe Übungstätigkeit. Es erfolgt sogar die Schulung des Personals auf den Leopard 2 A4, als dieser im Stammbataillon 183 eingeführt wurde. Mit Auflösung der Panzerbrigade 18 im Jahre 2008 verschwand auch das Panzerbataillon 184 aus der Liste der Bundeswehrverbände.